BPM für IT-Services – Braucht ein Rechenzentrum Geschäftsprozesse?

Auf der Prozesslandkarte einer großen Organisation findet sich das interne Rechenzentrum meist irgendwo unter „IT betreiben“ oder „Infrastruktur bereitstellen“. Das Ziel unseres Projekts für das Rechenzentrum (RZ) einer Rundfunkanstalt, die Geschäftsprozesse zu definieren, war insofern nicht ganz alltäglich. Aus meiner Sicht war es aus zwei Gründen produktiv: Zum einen gibt es in IT-Services sehr viele, mehr oder weniger techniknahe Prozesse und Abläufe, und diese sind in der Praxis von IT-spezifischen Prozessmodellen wie z. B. ITIL nur teilweise tatsächlich integriert. Es ist daher sinnvoll, eine Managementebene schlank, aber für die gesamten RZ-Leistungen aufzubauen.

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Zum anderen gibt es reichlich Aufgaben in der Führung und Planung von IT-Services, in der Serviceverantwortung gegenüber den Kunden und natürlich im Technikbetrieb, die sich am besten ordnen und wahrnehmen lassen, wenn man von Geschäftsprozessen ausgeht – als wäre es ein Unternehmen. So haben die Teamleiter im RZ unseres Kunden den BPM-Ansatz genutzt. Eine spannende Erfahrung!

Wir haben von unserem Kunden eine Referenz erhalten. Darüber freue ich mich sehr. Lesen Sie hier das Empfehlungsschreiben unseres Kunden im RZ einer Rundfunkanstalt.

Welche Erfahrungen haben Sie in Rechenzentren erlebt? Wie wurden Ihre IT-Services organisiert? ITIL oder BPM? Schreiben Sie mir im Blog!

 

 

2 Kommentare
  1. Lasse sagte:

    Auch ich habe erst nach Jahren die Wichtigkeit von Geschäftsprozessen erkannt. Sie helfen uns sehr, sparen Geld und vereinfachen vieles. Zudem gibt es keine offenen Fragen und man gibt dem jeweiligen Kunden/Interessenten noch ein gutes Gefühl.

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    • Justus Meier sagte:

      Guten Tag und danke für Ihre Anmerkung! Die Sicht der Geschäftsprozesse finde ich auch deshalb so interessant, weil sie erlaubt, von den Zielen und Fähigkeiten der Organisation auszugehen. Es kann sehr unproduktiv und zeitraubend werden, sich nur an Standards oder abstrakten Best Practices abzuarbeiten. Im Extrem kann sich eine IT-Organisation dadurch eher abschotten als an das Business anzudocken, was ja gerade die Herausforderung ist! Und ich sehe es wie Sie, dass man eben viel besser mit dem Kunden ins Gespräch kommt.

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