Toolmarktmonitor: BPM Anbieter besser als ihr Produkt?

Hat BPM Software nur eine Halbwertzeit von 6 Jahren? Das legen die Zahlen unserer Anwenderumfrage nahe. Dabei sinkt die Zufriedenheit mit und Zustimmung zu dem Software-Werkzeug sobald eine gewisse Zeitschwelle überschritten ist. Dieser Effekt gilt auch für die Anbieter und diese leiden darunter sogar noch mehr als ihre Werkzeuge.

Zustimmung zu Werkzeug und Anbieter über die Jahre

Zustimmung zu Werkzeug und Anbieter über die Jahre. Quelle: BPM Toolmarktmonitor – Anwenderumfrage

Dabei ist die generelle Bewertung der Anbieter sogar positiver als die der Werkzeuge. Gefragt haben wir u.a. nach einer Schulnote (1=excellent, 6= durchgefallen) für die Zufriedenheit mit dem BPM Anbieter. Dabei erhielten die Anbieter eine Durchschnittsnote von 2,2, die Werkzeuge eine 2,6. Ein ähnliches Bild zeigte sich bei der Zustimmung zu Anbieter und Werkzeug: 40 von 64 Befragten würden sich noch einmal für das Werkzeug entscheiden. Aber 50 von 64 würden den Anbieter unabhängig vom Werkzeug weiterempfehlen.

Aber die Zustimmung und Zufriedenheit mit Anbieter und Werkzeugen sinkt nach längerem Einsatz. Besonders die Werkzeuge die mehr als 6 Jahre im Einsatz sind würden die Anwender heute so nicht mehr kaufen. Das mag an geänderten Anforderungen liegen, die sich typischerweise in solch einem Zeitraum ergeben. Interessanterweise sinkt auch die Zufriedenheit und die Zustimmung zum Anbieter in diesem Zeitraum massiv und fällt dann sogar schlechter aus als die Bewertung des Tools.

Mehr Hintergründe und Zahlen finden sich in der Studie auf www.bpm-toolmarkmonitor.de.

  • Und wie kommt das, dass nach 6 Jahren plötzlich so ein Einbruch der Zufriedenheit kommt?

    • Wir haben erstmal den Effekt beobachtet ohne Ihn zu bewerten. Vorstellen können wir uns einiges an Gründen: Vielleicht haben sich die Rahmenbedingungen geändert und man würde heute für die Zukunft eine andere Entscheidung treffen mit einer anderen Zielsetzung. Zudem hat sich der Markt nach so langer Zeit stark bewegt und daher sind neue frische Ideen bei der Konkurrenz zu sehen, die man beim eigenen Werkzeug dann vermisst.